11.03.05
Mixtur Trautonium - Synthesizer aus den 30ern
In den 30er Jahren gab es beim fruehen Radio ein Problem.
Tonaufzeichnung war nur schwer moeglich, und die technische Moeglichkeit Schallplatten im Radio zu spielen gab es noch nicht in guter Qualitaet.
So wurde die meiste Musik im Radio live gespielt.
Aber auch das war problematisch, da die Microphone noch recht bescheiden waren.
Eine Loesung Musik direkt ins Radio einzuspielen (ohne Microphon) musste her.
Und so erfand Oskar Sala einen der ersten Synthesizer, das "Mixtur-Trautonium" (eine Weiterentwirklung des Trautonium)
Entdeckt ahben wir das Mixturtrautonium letztes Wochenende im Deutschen Museum in Bonn. Sofort fasziniert haben wir uns einige CDs an Ort und Stelle gekauft.
Wegen akuter Begeisterung komme ich daher erst jetzt zum Bloggen.
Mit diesen Geraet, welches aussieht als ob es die Orgel eines verrueckten Professors eines billigen B-Movies ist, lassen sich interessante Toene erzeugen.
Die Hoerbeispiele stammen von www.trautonium.de, in der Frame-Navigation zu "Download" durchklicken. Ebenfalls dort zu finden sind komplette Bauanleitungen.
Meine Google-Empfehlung heute lautet daher "Mixturtrautonium".
Auch erwaehnenswert sind die Seiten des Deutschen Museums in Bonn, sowie ein Interview mit Oskar Sala.
Am Rande: Die Vogelstimmen aus dem Film "Die Voegel" von Alfred Hitchcock stammen aus keinen anderen Geraet als dem Mixtrur-Trautonium. (Echte Vogelstimmen waren Hitchcock nicht unheimlich genug)
Oskar Sala verstarb am 26.02.2002 im Alter von 91 Jahren in Berlin.
Posted by iscs at 00:45 | Comments (113) | TrackBack